ÜBER DAS SKULPTURENPROJEKT IN DEN STADER WALLANLAGEN

Die historischen Wallanlagen in der Hansestadt Stade sind in diesem Sommer nicht wieder zu erkennen: Die Festung hat sich in einen einzigartigen Skulpturen-Park verwandelt. Über 15 Künstler konnte Kurator Rik Reinking für dieses außergewöhnliche Skulpturen-Projekt gewinnen, es ist der Stader Beitrag zur Internationalen Gartenschau „igs 2013“ in Wilhelmsburg.

Das Skulpturenprojekt soll die Wallanlagen in einer völlig neuen Wahrnehmung zeigen. Unter den Künstlern finden sich internationale Kunst-Stars wie Daniel Spoerri oder Katharine Harvey, aber auch viel versprechende, junge Künstler, die noch am Anfang ihrer Karriere stehen. Eines aber verbindet sie: Mit dieser Ausstellung lassen die Künstlerinnen und Künstler gängige Kunstvorstellungen hinter sich. Beim Skulpturenprojekt handelt es nicht um eine möglichst attraktive Möblierung der Wallanlagen. Der Fokus liegt viel mehr darauf, durch Skulpturen Bühnen zu schaffen, auf denen etwas passiert – sei es im Geist oder in der greifbaren Wirklichkeit.

Das Skulpturenprojekt ist so angelegt, dass Besucher dieser Ausstellung Skulptur nicht nur passiv als Betrachter erleben, sondern aktiv als Benutzer erfahren können: Der Park ist ein künstlerisches und mediales Netzwerk, das zu neuen Konstellationen führen kann, in dem Besucher Werke entdecken und ausprobieren können. „Es geht darum, innerhalb bestehender, städtischer und historischer Strukturen neue Emotionen zu wecken“, sagt Projektleiter Dr. Andreas Schäfer von der Hansestadt Stade. „Die Arbeiten sind auf den Betrachter und seine Beteiligung ausgerichtet und rufen diese hervor.“

Gezeigt wird in der Ausstellung ein breites Spektrum an Skulpturen. Bewusst haben die Künstler Bühnen, Spielflächen und Aktionsräume geschaffen, in denen Besucher etwas über sich selbst erfahren können. Es sind Arbeiten darunter, die irritieren können, Fragen aufwerfen und auch Unverständnis hervorrufen mögen. Der Skulpturenbegriff wird erweitert von der figürlichen zur abstrakten Darstellung, weiter zum partizipatorischen Projekt, an dem Besucher zu Akteuren werden können und sollen. Die Grenzen zu anderen Kunstgattungen sind offen. Es wird sowohl große und beeindruckende Beiträge geben, als auch Positionen, die es zu entdecken gilt. Im Skulpturenprojekt wird nicht nur eine Zusammenführung von etablierten und jungen Künstlern geschaffen mit ihren generationsübergreifenden Momenten, sondern auch eine genreübergreifende Darstellung. Ziel dabei ist es, eine lebendige Auseinandersetzung zwischen Künstlern und Besuchern zu finden.

Das Skuplturenprojekt ist vom 2. Juni bis zum 29. September geöffnet.


Ansprechpartner Dr. Andreas Schäfer
Telefon 04141 -  401 410
andreas.dr.schaefer@stadt-stade.de
www.skulpturenprojekt-stade.de

Baldur Burwitz, “Je ne suis pas une pipe (Ich bin keine Pfeife!)“, 2013

Rolf Bergmeier, „Öl auf Holz 44“, 2006

Matthias Berthold, „Anweisung“, 2006